Werk ohne Autor

Florian Henckel von Donnersmarcks aufwendiges Epos schildert bildgewaltig, wie Kurt Barnert zum Künstler und Schöpfer eines Werks ohne Autor wurde. Ähnlichkeiten mit dem Leben Gerhard Richters sind dabei kein Zufall. Im Zentrum der Geschichte steht der Euthanasie-Mord an seiner vermeintlich schizophrenen Tante und der Umstand, dass Barnerts spätere Frau Ellie die Tochter eines der Verantwortlichen ist. Barnerts Biografie wird seine künstlerische Entwicklung entgegengestellt, die ihn aus der DDR nach Düsseldorf gehen lässt, um dort mit der damaligen Avantgarde in Berührung zu treten. Dennoch aber muss er seine eigene ihm gemäße Form des Ausdrucks finden. „Ein Panorama deutscher Geschichte in Kunst gebannt“ wie stellvertretend Kritikerin Antje Harries es zusammenfasste.
Deutschland, Italien 2018 / Regie: Florian Henckel von Donnersmarck / 189 min / Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer, Saskia Rosendahl, Oliver Masucci u.a. / dt. Originalfassung / FSK: 12.

Mit einer Einführung von PD Dr. Thomas Röske (Leiter der Sammlung Prinzhorn)

Die Veranstaltung ist beendet.

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Datum

09 Jan 2024
Abgelaufen!

Uhrzeit

19:00
Kategorie

Standort

Karlstor-Kino
Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg

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