Es heißt, die Ikonen der orthodoxen Kirchen des Ostens seien so etwas wie Fenster zur Ewigkeit, denn sie sollen es den Betenden ermöglichen, in direkten Kontakt zu den dargestellten Heiligen zu treten. Eine Ikone geistlicher Musik ist sicherlich Johann Sebastian Bach. Sebastian Heindl, ein Shooting-Star unter den deutschen Organisten und mit gerade einmal 26 Jahren zum Kantor der Berliner Gedächtniskirche Berlin berufen, setzt Stücke dieses Barockmeisters in Beziehung zu zeitgenössischen Kompositionen – auch aus eigener Feder –, die ebenfalls Fenster öffnen. So errichtet Olivier Messiaen aus archaischen Klängen eine Kirche des Himmels. Arvo Pärt blickt zurück auf die jahrhundertealte Tradition der katholischen Messe und Philip Glass arbeitet mit expandierenden Figurationen, die theoretisch ins Unendliche anwachsen könnten.
Konzert ohne Pause
Sebastian Heindl
Orgel
Johann Sebastian Bach
Präludium e-Moll BWV 548/1
Olivier Messiaen
Apparition de l`église éternelle
Johann Sebastian Bach
Duetto Nr. 1 e-Moll BWV 802
Philip Glass
Music in Contrary Motion
Johann Sebastian Bach
Duetto Nr. 2 F-Dur BWV 803
György Ligeti
Hungarian Rock
Johann Sebastian Bach
Duetto Nr. 3 G-Dur BWV 804
Arvo Pärt
Annum per annum
Johann Sebastian Bach
Duetto Nr. 4 a-Moll BWV 805
Sebastian Heindl
Etüde „The Lost Sheep“
Johann Sebastian Bach
Fuge e-Moll BWV 548/2
