»Mathilda“ war der zweite Roman von Mary Shelley (1797–1851), besser gesagt: Das hätte ihr zweiter Roman werden sollen. Der erste hat es inzwischen weltweit ins öffentliche Bewusstsein geschafft, er heißt »Frankenstein oder Der neue Prometheus“. Den schrieb sie im zarten Alter von achtzehn Jahren. Als sie »Mathilda“ 1818 beendete, war sie einundzwanzig, und als der Roman veröffentlicht wurde, war sie seit 108 Jahren tot. Wie und warum das so kam, darüber berichtet der »Mathilda“-Übersetzer Stefan Weidle. Da den Kern der Erzählung eine inzestuöse Versuchung zwischen Vater und Tochter (Mathilda) bildet, läge die Vermutung nahe, das Buch wurde deshalb unterdrückt. So einfach ist es aber nicht. Die Zeiten waren damals wesentlich sensibler als heute.
Barbara Weidle wird aus dem Buch lesen, Stefan Weidle spricht über Probleme des Übersetzens in Zeiten von KI und gibt einen Einblick in die eigene Arbeit. Und weil Mary Shelley eine Vielgereiste war, wird ihr Besuch in Heidelberg im Jahr 1840 eine nicht unwesentliche Rolle spielen.
Moderation: Hanne Knickmann
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