Der Pfarrersohn Hermann Hesse dichtete nach einem fürchterlichen Kater: „Zwischen Trümmerträumen lieg ich, wünsche dieser Qual ein Ende, in zerwühlte Kissen schmieg ich, heiße Wangen, feuchte Hände, schütte Whisky in die Kehle, und in den verlorenen Schlünden, jammert die erstickte Seele, irgendwo in Höllengründen.“ Joseph Roth schrieb, als er schon total betrunken mit bekleckertem Anzug durch Paris wankte, noch besser als alle seine nüchternen Kollegen. Selbst der steife Thomas Mann verschaffte sich durch Alkohol regelmäßig Ruhe, Abspannung und Lehnstuhlbehagen, eine Stimmung von „es ist vollbracht“ und „oh wie wohl ist mir am Abend.“
Freuen Sie sich zum Faschingsdienstag auf eine vergnügliche Lesung aus ausgewählten Texten zum Thema „Literatur und Alkohol“
Eintritt frei



