Ernst Jandl – der Dichter von „Ottos Mops“ oder „Nächster sein“ – war heiß geliebt und oft kopiert – aber auch unbekannt. Er lebte von 1925 bis 2000 in Wien – wir feiern also „heuer“ seinen 100. Geburtstag. Nach anfänglichen Widerständen – Anfeindungen, Empörungen gegen seine experimentelle Lyrik in der Tradition der konkreten Poesie – wurde er geschätzt und mit Preisen überhäuft. Sein Werk besteht nicht nur aus Spaß und Nonsense, sondern umfasst auch Themen wie Liebe und Familie, Krieg, Alter und Tod. Vor allem setzte er sich immer wieder mit der Sprache auseinander: er benutzt sie als Material, das er auseinandernimmt, in die Luft wirft und neu zusammensetzt – und wir staunen über seine Experimente und sind freudig überrascht.
An diesem Lyrikabend sprechen und inszenieren 6 Freunde ihre Lieblingsgedichte – mal lustige, mal kurze, mal ernste. Im Vordergrund steht die Begeisterung für Jandls Gedichte und der Wunsch, das Publikum damit anzustecken.
Gedichte Ernst Jandls zum 100. Geburtstag in Szene gesetzt von P.Croissier, Th.Dörfler, S.Figge, Th.Rösch-Leon, G.Zahn, U.Zellmann- Seyfferth, O. Mops



