Im Heidelberger Taeter-Theater hat Lutz Hübners Komödie „Gretchen 89 ff.“ Premiere. Gezeigt wird in vielen Varianten die sogenannte „Kästchenszene“ aus Goethes „Faust“, in der Gretchen das Schmuckkästchen findet, das Mephisto zuvor in ihrem Zimmer versteckt hat. Die Varianten dieser Szene fallen sehr unterschiedlich aus. Denn jedes Mal versucht ein Regisseur seine Interpretation einer Gretchendarstellerin nahe zu bringen oder sie damit zu drangsalieren. Mit intelligentem Witz nimmt Hübner Auswüchse und Wildwüchse des sogenannten Regietheaters aufs Korn.
Es spielen Stefan Strasser und Charlotte Staat-Bruno, Moderation: Anne Steiner-Graczol, Inszenierung: Wolfgang Graczol



