Seien Sie eingeladen zu einem herbstlichen Spaziergang durch die musikalischen Gefilde der französischen Romantik. Im Zentrum des Konzertes der Heidelberger Kantorei steht das wegen seiner unvergleichlich sanften Tönung überaus geschätzte Requiem von Gabriel Fauré – hier in einer Fassung für Chor, Soli, Orgel und Harfe.
»Man hat gesagt, dass es keine Angst vor dem Tod ausdrücke; jemand hat es ein ›Wiegenlied des Todes‹ genannt. Doch so empfinde ich den Tod: als glückliche Befreiung, als Streben nach dem jenseitigen Glück eher denn als schmerzhaften Übergang.“
So kommentierte Fauré die ungewöhnliche Gestalt seiner Totenmesse. In diesem Sinn klammert der Komponist alle Textpassagen aus, die die Schrecken des jüngsten Gerichts oder den Zorn Gottes thematisieren. Mehr noch, er schließt das Werk mit einem Gesang, der gar nicht Teil der Totenmesse ist: »Zum Paradies mögen Engel dich begleiten.“
Weitere Stationen auf unserem Gang durch die mild gestimmte Herbstlandschaft: Cantique de Jean Racine, ein Jugendwerk, ebenfalls aus der Feder Faurés sowie zwei Psalmkompositionen von César Franck. Besondere Hörerlebnisse versprechen die von Bernd Stegmann angefertigten Chor-Bearbeitungen von Maurice Ravels Pavane pour une infante defunte und – als romantischer Gruß aus dem Norden – Solveigs Lied von Edvard Grieg.




