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Die Weimarer Demokratie geht baden.

DATUM

8. April 2025  um  19:00

VERANSTALTUNGSORT

Friedrich-Ebert-Haus

ADRESSE

Pfaffengasse 18, Heidelberg
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Beschreibung

In der Weimarer Republik, einer Epoche gewaltiger politischer, sozialer und künstlerischer Umbrüche und Konflikte, spielte die Fotografie eine nie dagewesene Rolle. Intellektuelle setzten große Hoffnungen in das neue Medium, erkannten jedoch auch dessen potenzielle Gefahren.
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, erkannte Kurt Tucholsky schon 1926, der die Macht der Bilder so fasziniert wie kritisch beobachtete.
Welche Wirksamkeit ein einfaches Lichtbild tatsächlich entfalten kann, musste auch Friedrich Ebert als frisch ernanntes Staatsoberhaupt im Sommer 1919 erfahren. Am Tag seiner Vereidigung als Reichspräsident am 21. August 1919 erschien ein Bild von ihm und Reichswehrminister Gustav Noske in Badehose auf dem Titelblatt der damals mit 2 Millionen Exemplaren auflagenstärksten Illustrierten, der „Berliner Illustrirten Zeitung“. Es war der Beginn einer jahrelangen Verleumdungskampagne gegen Ebert und die junge Republik. Dieses Ereignis verdeutlichte, wie manipulativ Bilder eingesetzt werden können.
Der Vortrag beleuchtet die Rolle und Wirkmacht der Fotografie als Spiegelbild der gesellschaftlichen Spannungen in der Weimarer Republik.

Vortrag von Dr. Adelheid Komenda

Pfaffengasse 18, Heidelberg
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Friedrich-Ebert-Haus, Pfaffengasse 18
Heidelberg, 69117 Deutschland

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