Den Heidelberger Künstlerinnenpreis 2025 erhält die belarussische Komponistin Oxana Omelchuk, die seit vielen Jahren in Köln lebt. In ihrer Musik verknüpft sie unter anderem Versatzstücke verschiedener Stile miteinander: Vorhandenes steht in neuen Zusammenhängen.
»Wenn ich an Finnland denke, erinnere ich mich an wunderbare Veränderungen des Lichts. Alles ist markant. Die Natur schafft sich ihre eigene Akustik“, beobachtet Kaija Saariaho, Künstlerinnenpreisträgerin von 2009. Und so spannt sich über »Ciel d’hiver“, den Winterhimmel, ein hoher, kalter Klang, einzelne Klangereignisse blitzen auf wie Sterne.
Obwohl Dmitri Schostakowitsch unter der Willkür des Stalinismus litt, nannte er seine elegische, gewaltige 5. Sinfonie eine »praktische Antwort eines Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik“. Die musikalischen Mittel sind weniger komplex, zufrieden die Funktionäre – aber war das auch wirklich so gemeint?
Herzlichen Glückwunsch, Oxana Omelchuk!
Die Komponistin erhielt im November 2025 den österreichischen Stella*25-Preis für Darstellende Kunst für ein junges Publikum. Ausgezeichnet wurde sie in der Kategorie »Herausragende Musik“ für ihre Arbeit »Es ist Zeit“, die vom Wiener Konzerthaus in Koproduktion mit Studio Dan, Wien Modern und TaO! Theater am Ortweinplatz produziert wurde.
Der Stella-Preis ist eine Initiative der ASSITEJ Austria, dem Dachverband der österreichischen Szene für darstellende Kunst für junges Publikum. Er soll das Potenzial, die Kreativität und die Professionalität dieses Genres aufzeigen.



