Poesie zum Lieben, zum Träumen, zum Streiten: ein Abend mit Chansons und Gedichten von Jacques Prévert zu dessen 125. Geburtstag.
Jacques Prévert ist Frankreichs populärster Dichter, zahlreiche Schulen sind nach ihm benannt. Er steht für das Paris der Künstler rund um Montmartre, schrieb Filmdrehbücher, schuf Zeichnungen und Collagen.
In diesem Jahr wäre Prévert 125 Jahre alt geworden. Um den Jahrestag des großen Poeten angemessen zu feiern, laden nun Taeter-Theater und das Deutsch-Französische Kulturzentrum zu einem Abend ein, an dem die berühmten Chansons, aber auch Gedichte in neuen Übersetzungen zu hören sein werden.
Vor allem Préverts „Les feuilles mortes“ (dt. die welken Blätter) über das Vergessen und über eine Liebe, die dem Vergessen widersteht, kongenial vertont von Joseph Kosma, stimmungsvoll gesungen von Yves Montand oder Juliette Gréco, trat seinen Siegeszug um die Welt an, wurde unsterblich.
Zunächst machte Prévert jedoch mit Filmdrehbüchern von sich reden, Filme wie „Hafen im Nebel“, „Der Tag bricht an“ und vor allem „Kinder des Olymp“ gelten heute als Klassiker. Mit seiner Lyrik schaffte Prévert dann ab 1946 den Durchbruch, als er seine verstreut veröffentlichten Gedichte unter dem Titel „Paroles“ herausgab. Sie handeln von Gefühlen und universellen Themen, nehmen aber auch Krieg und Militär ins Visier. Die Vertonungen des in Ungarn geborenen Joseph Kosma taten ein Übriges, um Prévert vollends bekannt zu machen.
Der heutige Prévert-Abend hatte seine Premiere Anfang Februar im Heidelberger Völkerkundemuseum, die anhaltende Nachfrage führte jetzt dazu, dass es eine Neuauflage gibt – im Taeter-Theater auf dem Heidelberger Landfried-Gelände. Viola Bommer singt und spielt Saxophon, am Klavier begleitet Petra Schostak, die Gedichte im Original trägt Arnaud Geiger vor, das Konzept hat Barbara von Machui entwickelt.



