Die hochromantische, einsätzige Bläserserenade komponiert Richard Strauss mit 18 Jahren – hier stehen Mozart und seine »Gran Partita“ Pate. Als Orgelvirtuose wird Anton Bruckner gefeiert, als Komponist ist er 1871 noch kaum bekannt. Und in Frankreich und England wird er an seinem Instrument bejubelt – der ständig an sich Zweifelnde braucht diese Bestätigung.
In Krisenzeiten entstanden, prägen sich Bruckners Lebensumstände in die 2. Sinfonie: Verzweifelte Ausbrüche, innige Gebete und ratloses Verstummen. »Pausen-Sinfonie“ wird die Zweite genannt, weil immer wieder die Musik abbricht. Thematische Arbeit und virtuose Kontrapunktik: ein gewaltiges Werk.
Auf dem Programm steht außerdem eine Uraufführung: der Schweizer Cellist Christian Poltéra spielt Mario Venzagos Konzert für Violoncello und Orchester.




