GEDOK Heidelberg

Ein Frauendenkmal ist nicht genug!

08.06.2024 – 13.07.2024

Die GEDOK Heidelberg begrüßt in ihrer Galerie Frauke Beeck aus Berlin als Gastkünstlerin mit ihrem spannenden Projekt „Ein Frauendenkmal ist nicht genug!“
In Zusammenarbeit mit Künstlerinnen der GEDOK Heidelberg und öffentlichen Institutionen erforscht Frauke Beeck in Heidelberg und der Region, ob und wie Frauen der Zeitgeschichte ein Denkmal im öffentlichen Raum gesetzt wurde. Beecks Projekt ist bundesweit angelegt, Heidelberg ist eine Station in Baden-Württemberg, die ihre Recherche erweitern soll.

Die Künstlerin wird die Frauendenkmäler vor Ort zeichnen, fotografieren und einordnen, um ihre Sammlung für freikünstlerische Bildwerke zu erweitern. Im stetig wachsenden Archiv fallen die mit Neonfarben gesprayten Kunstwerke auf, die junges Publikum ansprechen sollen und so eine Brücke aus der Vergangenheit in die Moderne schlagen.

Römerstrasse 22, 69115 Heidelberg

Do+Fr 16-19 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Bettendorffsche Galerie

Abstrakte Blickwinkel

21.04.2024 – 30.06.2024

Die Bettendorffsche Galerie Im Schlossgarten eröffnet ihre Ausstellungssaison 2024 am 21. April um 11 Uhr.
Unter dem Motto „Abstrakte Blickwinkel“ geben die Malerin Elsa Hagelskamp aus Südafrika sowie die Steinbildbauer Sam Mabeu und Stanford Fata, beide aus Simbabwe, einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen abstrakter Werke. Alle drei leben und arbeiten seit Jahren in Deutschland. Der Einfluss ihrer heutigen Lebenswelt sowie die Verbindung ihrer ursprünglichen Heimat ist unverkennbar miteinander verknüpft.
Elsa Hagelskamp, Sam Mabeu und Stanford Fata verfolgen in ihren Werkreihen klare künstlerische Konzepte in unterschiedlichen Techniken der Malerei und Steinskulptur.
Spannendes für das Auge
Sie bewegen sich dabei im Spannungsfeld zwischen geometrisch- und freier Gestaltung, oft auch in einem reizvollen Wechselspiel von gegenständlich und abstrakt. Additiv eingesetzte geometrische Elemente verlieren ihre ursprüngliche Strenge bzw. Ordnung und generieren so spannungsgeladene Flächen oder komplex anmutende Raumstrukturen.

Im Schlossgarten 1, 69181 Leimen-Gauangelloch

Fr+Sa 14-18 Uhr, Sonn-und Feiertage 12-18 Uhr

Kunstraum Vincke-Liepmann

William Töpfer: nichtsdestotrotz. Malerei

15.06.2024 (Eröffnung 19-21 Uhr) – 28.07.2024

Meine Malerei und ich

„Jede Malerei ist in erster Linie eine Auseinandersetzung mit der Malerei.“ (Daniel Richter, Youtube) Man könnte sagen, dass die Arbeiten meiner frühen Semester v.a. die beiden Epochen der klassischen Moderne, Tachismus und Konstruktivismus zitieren, gar vereinen, wobei stets das konventionelle Format des Bildträgers herausfordert wird. Dieses Herausfordern ufert in eine Suche nach Malerei außerhalb der Malerei aus. Jeder der das Stück „4´33“ von John Cage kennt, weiß was ich meine. Quasi Fluxus, aber beim Malen. Es geht nun um hinterlassene Spuren, eine Reduktion auf Farbe selbst, sowie dessen Wirkung. Das Ergebnis ist ein abstrakt, expressiver Minimalismus. Emotional und energetisch aufgeladene Ausbrüche, malerischer wie zeichnerischer Art, finden dabei ergänzend ihren Platz.
Zunehmend spielt Weiß in meiner Malerei eine große Rolle. Ein steriler Raum, gebrochen von industriellem Kolorit. Es kommt mir vor, als würde ich die Bilder so am besten unserer Zeit zuordnen können.
Letztendlich beherbergen die vom Keilrahmen emanzipierten Leinwände einen linkischen, reduzierten Gestus, und werden zum Schauplatz eines sich Abarbeitens. Spuren, die dem Betrachter als individuell zu ergründenden Assoziationsraum bleiben. Ich bin William, geb. 1999, seit Winter 2020 Student an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Professor Magnus Plessen.

Häusserstr. 25, 69115 Heidelberg

Do + Fr 15–18 Uhr, Sa + So 12–16 Uhr
 oder 0172 – 615 84 97

Kurpfälzisches Museum

Bilder und Preziosen des kunstbegeisterten Kurfürsten Carl Theodor

21.04.2024 – 31.12.2024

Bilder und Preziosen des kunstbegeisterten Kurfürsten Carl Theodor
Carl Theodors Leidenschaft gehörte der Kunst, den Musen und der Wissenschaft. Er galt als feinsinniger und vielseitig interessierter Kurfürst. In der Bel Etage des barocken Museumspalais vermitteln Gemälde, graphische Werke, Porzellan und Medaillen einen Einblick in das Leben des letzten Kurfürsten aus der Linie Pfalz-Sulzbach. Zum Jubiläum präsentiert das Kurpfälzische Museum darüber hinaus selten gezeigte Kostbarkeiten aus der Sammlung.
Im Museumseintritt enthalten

Hauptstr. 97, 69117 Heidelberg

Di-So 10-18 Uhr

GEDOK Heidelberg

Frei Schwebend

27.04.2024  – 01.06.2024

Bereits in den Werken vergangener Jahre hat die in Südafrika geborene und seit 2000 in Deutschland lebende Künstlerin Elsa Hagelskamp immer wieder aktuelle, sozial-politische oder auch historische politische Themen in den Blickpunkt gesetzt. Dabei erwies sich die Künstlerin, die in ihrer ehemaligen Heimat viele Jahre lang als Journalistin tätig war, als sensible und wache Chronistin sozialer, politischer und kultureller Strömungen, indem sie in ihren Werken das Zeitgeschehen mit subjektivem, sensiblen Ausdruck reflektiert.

In dieser Ausstellung setzt die Künstlerin Themen und Aspekte der Natur in abstrakte Bildsprache um, woraus sich Kraft und Ruhe schöpfen lassen. Sie räumt die Möglichkeit ein, den Ansprüchen unserer Zeit besser begegnen zu können, gewissermaßen drüber stehen zu können. Losgelöst. Frei schwebend. Dieser utopische Zustand ist jedoch selten von langer Dauer und wird als Widerspruch und Ambivalenz in ihrer Ausstellung angesprochen. Elsa Hagelskamp konzentriert sich in ihren neueren Werken vordergründig auf das Austarieren von bildimmanenten Elementen: Form, Linien, Farben, Raum, Rhythmus und Dynamik, um eine inhärente Balance in der Bildgestaltung zu schaffen.

Römerstrasse 22, 69115 Heidelberg

Do+Fr 16-19 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Textilmuseum Max Berk/Kurpfälzisches Museum

Filz gestaltet Raum & FokusFilz

24.03.2024 – 28.07.2024

Unter einem Dach präsentieren vom 24.3. bis 28.7.2024 in der Textilsammlung Max Berk in Heidelberg zwei Organisationen ihr kreatives Potenzial im Bereich Filz.

In der Ausstellung „Filz gestaltet Raum“ des Filznetzwerks e.V. haben sich über 30 Künstlerinnen auf sehr unterschiedliche Weise dem Thema Raumbegriff genähert und ihm sehr vielfältige Bedeutungen entlockt. Raum wird nicht nur als Zimmer, sondern auch als physikalische Größe, als Natur- und Lebensraum und zugleich als unendlich und nicht greifbar wahrgenommen. Mit jedem Raum ist eine ganz eigene Atmosphäre unmittelbar verbunden. So entstand z.B. in der Pandemie ein neues Raumverständnis, der Wohnraum wurde zur Isolationsstätte.

Die Ausstellung “FokusFILZ”, organisiert von Ulrike Hartrumpf und Bärbel Helfrich, zeigt ein breites Themenspektrum, das von der Umsetzung persönlicher Reiseeindrücke, der Beschäftigung mit geometrischen Formen und klaren Linien bis zur Bewältigung von Ängsten und Zorn reicht. Die 17 teilnehmenden Künstlerinnen widmen sich darüber hinaus privaten Herausforderungen und globalen Problemen wie Kriegen, Wirtschafts- und Klimakrisen. Ihr experimentierfreudiger Umgang mit Farben und Feuer, dem Zusammenführen verschiedener Materialien und der Darstellung von Natur in Filz ist gepaart mit großem Einfallsreichtum.

Beide Ausstellungen zeigen neben der künstlerischen Ausgestaltung auch die unglaubliche Vielseitigkeit des Werkstoffes Filz. Handwerkliches Geschick, aber auch der kreative Umgang mit Techniken des Handfilzes machen jedes Ausstellungsstück einzigartig und zeugen von einer individuellen Formensprache, die zeitgemäß, modern und innovativ ist. Das Spielen mit verschiedenen Materialkombinationen und textilen Techniken auf der einen, die bewusst sparsam eingesetzte Materialität und Farbe auf der anderen Seite machen die umfassende Schau zu einem spannenden Erlebnis.

Brahmsstr. 8, 69118 Heidelberg-Ziegelhausen

Mi, Sa, So 13-18 Uhr

Kurpfälzisches Museum

Kunst und Fälschung. Aus dem Falschen das Richtige lernen

29.02.2024 – 30.06.2024

Täuschend echt und gut getarnt gelangen Fälschungen immer wieder in den Kunsthandel. Werden sie entdeckt, sorgt das zuweilen für spektakuläre Schlagzeilen. Erstmalig bringen das Kurpfälzische Museum und das Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg eine Vielzahl beschlagnahmter Fälschungen ans Licht. Darunter sind angeblich originale Gemälde, Zeichnungen und Drucke von namhaften Künstlern und Künstlerinnen wie Lucas Cranach, Rembrandt, Vincent Van Gogh, Paula Modersohn-Becker, Salvador Dalí oder Pablo Picasso.
Sie stammen vorwiegend aus den Asservatenkammern der LKAs Berlin, München und Baden-Württemberg in Stuttgart und sind in der Fälschungsstudiensammlung HeFäStuS der Universität Heidelberg zusammengeführt. Ergänzt durch kostbare Originale ermöglicht die Ausstellung eine erkenntnisreiche Spurensuche und den spannenden Vergleich von Echt und Falsch.

Hauptstr. 97, 69117 Heidelberg

Di-So 10-18 Uhr

Prinzhornsammlung / Prinzhornmuseum

Neues aus der Sammlung (1835–2024). Entdeckungen und Erwerbungen

16.05.2024 (Eröffnung 15. Mai, 19 Uhr) – 15.09.2024

Die Sammlung Prinzhorn zählt ca. 40.000 Werke von 1835 bis heute. Die Schau stellt rund 150 Zeichnungen und Gemälde erstmals vor, darunter Erwerbungen und Entdeckungen der letzten Jahre. Zu sehen sind Selbstzeugnisse von Anstaltsinsassen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, genauso wie zeitgenössische Werke Psychiatrieerfahrener, die die „Abendländische Psyche“, die „Befreite Seele“ oder das geistige „Zwischenreich“ thematisieren und sich ideenreich mit psychischen Ausnahmesituationen auseinandersetzen.

Voßstr. 2, 69115 Heidelberg

Di – So 11 – 17 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr, Mo geschlossen

Heidelberger Kunstverein

Sex Reenchanted

21.06.2024 (Eröffnung 21. Juni 2024, ab 18 Uhr) – 22.09.2024

Die feministische Gruppenausstellung Sex Reenchanted präsentiert acht internationale Künstlerinnen und ihre dekolonialen Perspektiven auf Sexualität.

Wie können Sinnlichkeit und Begehren aus dem Schatten der Geschichte des Kolonialismus, der Sklaverei und der frauenfeindlichen Komponente der modernen Medizin heraustreten? Bei der Beantwortung dieser Frage schöpft die Ausstellung Kraft aus vorkapitalistischen Erzählungen und Kunstformen, die teils vergessen, teils verdrängt wurden.

Wie können sich Feministinnen historische Praktiken und Wissensformen im Sinne von Silvia Federicis Forderung nach einer “Wiederverzauberung der Welt” aneignen?

Dalila Dalléas Bouzar spürt der emotionalen Kraft prähistorischer Felsmalereien in der südalgerischen Sahara nach; Monia Ben Hamouda praktiziert islamische Kalligraphie, um die christliche Verbindung von Sex und Erbsünde zu hinterfragen; CANAN aktualisiert die
osmanische Literaturgattung des Bahname, in deren Zentrum die weibliche Lust steht; Şafak Şule Kemancıs Arbeiten beschwören Gärten, die vom berauschenden Duft verführerischer Blumen erfüllt sind.

Wissen ist ein dynamisches Gebilde, das ständig stirbt und wiedergeboren wird. Der Umgang mit kulturellem Erbe ist ein Prozess steter Neuverhandlung. In der Ausstellung zeigt sich dies anhand der ebenso finsteren wie einladenden Arbeiten von Zoe Williams, die die Erotik der Antike ungehemmt wieder aufleben lassen; Anna Ehrensteins Auseinandersetzung mit dem Orientalismus; Daphne Ahlers Demaskierung historischer Männlichkeit durch das Spiel mit der Schamkapsel; Tabita Rézaires kraftvoller Kritik an der westlichen Gynäkologie, geleitet durch die verkörperte Weisheit ihrer Schwarzen Ahnen.

Hauptstr. 97, 69117 Heidelberg

Di – So 11–18 Uhr

Museum Haus Cajeth

Schildermalerei

19.04.2024 – 29.06.2024

Im Palais Weimar, im Völkerkundemuseum in Heidelberg, hat Egon Hassbecker Dr. Volker Schneider gern zugehört, wenn er von seinen Reisen erzählte. Beide waren sie Händler und Sammler, Volker Schneider weltweit.

In ihrer Bibliothek fand Dorit Schneider Erinnerungen eines deutschen Zollbeamten in Kolonialdiensten unter Jesko von Puttkammer in Togo mit der Schilderung eines Marktbesuchs in Lomé, beobachtet 1888: „Ein Strauss… sein Hals beugt sich schlangenartig über den wohlfrisierten Kopf einer vor ihm hockenden Quittahfrau. Er wühlt mit seinem Schnabel in ihrem Haar und untersucht es auf seine Fressbarkeit. Fürchterliches Geschrei erhebt sich, als das Weib ihre kostbare Frisur, die Arbeit vieler Stunden, so vernichtet sieht.“

Das Vergnügen, sich hocherhobenen Hauptes, gekrönt mit einem Kunstwerk aus Haar, auf dem großen Markt zu präsentieren, auf einem Terrain, auf dem die nackten Füße der Besucherin bei jedem Schritt bedroht sind vom Bohren des heimtückischen Sandflohs, vom Biss von Schlangen und Skorpionen, sollten wir uns vor Augen halten.

Gut hundert Jahre später fahren die Schneiders durch Togo. Im Landesinneren sehen sie hier und da einen Tisch, daneben einen Stuhl und ein Bild, aufgehängt im Baum darüber. In einfacher, plakativer Form sind Köpfe von Männern und Frauen darauf gemalt. Raffinierte Arrangements zieren ihre Häupter, krönen die Antlitze.
Der so markierte Salon lädt dazu ein, sich eine neue Frisur anfertigen zu lassen. Durch seine pure Existenz weckt er in manchem Passanten den Wunsch, die Schönheit der eigenen Person zu steigern.
Volker Schneider war hingerissen von der Schönheit der Reklamebilder, hat sie gekauft, hat Lagerplatz im Hafen von Lomé gemietet, große Holzkisten zimmern lassen für den Transport.

Wir sind begeistert von Erfindungsreichtum und Farbgefühl der togolesischen Schildermaler und glücklich darüber, dass wir ihre Kunstwerke zeigen dürfen.

Haspelgasse 12, 69117 Heidelberg

Mo – Fr- 11-17 Uhr, Sa 12-16 Uhr

Völkerkundemuseum

Tierische Gefährten – Fantastische Kreaturen

11.05.2024 (Eröffnung 17 Uhr) – 16.03.2025

Wild? Gezähmt? Fantastisch? Real? Tiere sind aus dem Leben des Menschen nicht wegzudenken. Sie umgeben uns im Alltag, in der Natur, in unseren Fantasien und Träumen. Löwen, Krokodile und wilde Büffelherden versetzen uns in Angst und Schrecken. Katzen und Hunde dagegen sind unsere gezähmten Freunde und Begleiter. Tiere dienen uns als Arbeitstiere, als Gefährten und Kuscheltiere, aber auch als Projektionsfläche für unsere Wünsche und Bedürfnisse. Was wir mit Tieren verbinden, spiegelt sich in allen Variationen menschlichen Ausdrucks. Wir begegnen Tieren in der materiellen Kultur, aber auch in Märchen, Mythen, Fabeln und Allegorien, in einem symbolischen Kosmos irgendwo zwischen Realität und Fantasie.
Die Ausstellung zeigt Tiere, Mischwesen und mythische Kreaturen von allen Kontinenten, die etwa Macht, Schönheit, Glück oder die Schöpfung symbolisieren. Sie führt die Besuchenden durch mystische Welten und eröffnet ein Bestiarium, wie es nur in den Köpfen der Menschen existiert.

www.vkm-vpst.de/tiere

Hauptstr. 235, 69117 Heidelberg

Mi-Sa 14-18 Uhr, So+Feiertage 11-18 Uhr

Völkerkundemuseum

Hunderttausend Vögel – Wilde Poesie

9.06.2024 (Eröffnung 14:30 Uhr) – 19.01.2025

In den Sammlungen des Völkerkundemuseums vPSt finden sich zahlreiche literarische Schätze aus vielen Teilen der Welt. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Stadt Heidelberg als „UNESCO City of Literature“ und dem Jahresthema „Tiersymbolik“ widmet das Museum der Buchkunst des bekannten japanischen Holzschnittmeisters Kitagawa Utamaro (1753 – 1806) eine eigene Sonderausstellung. Im Zentrum der Präsentation steht das um 1790 erschienene Buch Momo Chidori („Hundertausend Vögel“). Es ist eines von drei Werken des Künstlers, die sich mit naturkundlichen Themen auseinandersetzen und in denen die Illustrationen von parodistischen Gedichten (Kyôka) begleitet werden. Die Kyôka-Dichtung (wörtl. „Wilde Poesie“) erfreute sich im Japan des späten 17. und im 18. Jahrhundert großer Beliebtheit. Kyôka-Dichter trafen sich häufig im Rahmen von Dichterwettstreiten die ihr Vorbild in der höfischen Kultur der Heian-Zeit (794-1185) hatten. Auf humoristische Weise fassen Kyôka Alltägliches oder Vulgäres in einen eleganten, poetischen Rahmen.

Ergänzend dazu wird im Goldschmidt-Kabinett unser
eindrucksvoller Samurai-Kriegers samt Rüstung für Pferd und Reiter präsentiert.

Hauptstr. 235, 69117 Heidelberg

Mi-Sa 14-18 Uhr, So+Feiertage 11-18 Uhr

Friedrich-Ebert-Haus

Verfolgt, vertrieben, zerstört Armenische Architektur und Genozid

24.04.2024  – 08.09.2024

In den Jahren 1915/1916 wurden im Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen Armenier durch Massaker und Todesmärsche gezielt ermordet. Eine unmittelbare Folge des Völkermords war die systematische Zerstörung des armenischen Lebensraumes.
Welche Auswirkungen hatte der Genozid auf das kulturelle Erbe der Armenier in der heutigen Türkei? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung „Verfolgt, vertrieben, zerstört – Armenische Architektur und Genozid“ der Deutsch-Armenischen Gesellschaft. Im Mittelpunkt der Präsentation steht die Zerstörung der armenischen Architektur.
Der Prozess betraf alle Bereiche und hatte unterschiedliche Gesichter: von der Enteignung von Wohn- und Geschäftshäusern, der Zerstörung und dem Verfall von Kirchen und Klöstern oder ihrer Umwidmung in Moscheen bis hin zur Tilgung der Erinnerung. Im Extremfall wurden sogar ganze armenische Stadtviertel ausgelöscht.
Ergänzt wird die Ausstellung durch aktuelle Fotografien von Kulturdenkmälern in Armenien. Dieser Teil der Ausstellung steht unter der Überschrift „Bewahrt und ausgezeichnet“.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von S.E. Viktor Yengibaryan, Botschafter der Republik Armenien.

Pfaffengasse 18, 69117 Heidelberg

Di-Fr 9-18 Uhr, Sa+So 10-18 Uhr

Forum für Kunst

über.brücken

18.05.2024 ( Eröffnung 17.05.2024, 20 Uhr) —23.06.2024


Künstlerbund Dresden & BBK Heidelberg im Heidelberger Forum für Kunst

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Wenn Menschen ihren Wohnort wechseln, dann ergeben sich neue Verbindungen: Heidelberger KünstlerInnen zogen nach Dresden, Dresdner nach Heidelberg und schnell war die Idee geboren, dass man diesem Brückenschlag eine Ausstellung widmen könnte. Folgerichtig heißt die erste Kooperationsausstellung vom „Forum für Kunst“ in Heidelberg und Künstlerbund Dresden „über.brücken“. Sie ist vom Samstag, 18. Mai 2024, bis Sonntag, 23. Juni 2024, zunächst im Heidelberger Forum für Kunst zu sehen. Im Juni 2025 wird die gleiche Ausstellung dann in Dresden, in der Villa Eschebach, gezeigt. Ausgestellt werden aus beiden Städten jeweils Arbeiten von 15 KünstlerInnen.

„Austauschausstellungen haben bei uns eine lange Tradition und wir freuen uns, dass nun auch Dresden zu unseren Partnern gehört“, erzählt Gisela Hachmann-Ruch, die Vorsitzende des Heidelberger Forums für Kunst. „Die beiden Städte haben ja viel gemeinsam: Es sind touristische Hochburgen mit prächtigen Schlössern und seit Jahrhunderten berühmten Altstädten, festgehalten von alten Meistern wie Merian hier, und Canaletto in Dresden. Beide Städte haben jeweils ihre „alte Brücke“, Heidelberg ist berühmt für die literarische Romantik, Dresden für die Romantik in der bildenden Kunst. Aber es gibt auch in beiden Städten die Hochhaussiedlungen, weit weg von den touristischen Highlights.“

Diese Gegensätze, zwischen altstädtischer Pracht und Trabantenstadt, zwischen Arm und Reich, zwischen Kunst und Kommerz, hat die Dresden-Heidelberger Künstlerinnengruppe HKE3 ins Visier genommen mit ihrer Arbeit „Kunst-Geld“. Bei dieser Kunst-Geld-Bank-Aktion können die Besucher der Vernissage Geldscheine der Währung „Kunst“ (mit Motiven aus Heidelberg und Dresden) in „Euro“ umtauschen, zu einem höchst volatilen und zufälligen Kurs.

Und es gibt noch viel mehr zu überbrücken: Flüsse und Täler, Nord und Süd, Lebensweisen, Zeitspannen, Malstile und Kunstgattungen. Die Ausstellung zeichnet sich durch eine Vielfalt medialer Ausdrucksweisen aus, neben klassischen Verfahren der Zeichnung, Malerei, Druckgrafik, Fotografie und Skulptur sind auch Objekte, Installationen und konzeptionelle Werke zu sehen. Dabei wird das Thema „über.brücken“ sowohl im Motiv der Brücke selbst als auch inhaltlich in überbrückbaren Daseinszuständen gewürdigt.

Heiliggeiststr. 21, 69117 Heidelberg

Di – So 14-18 Uhr

Forum für Kunst

andernorts: andere Ansichten von Heidelberg


29.06.2024 (Eröffnung 28.06.2024, 20 Uhr) – 26.07.2024

Blickwinkel – Ideen – Betrachtungsweisen – Meinungen – Gesichtspunkte – Sichtvermerke Wahrnehmungen – Feelings – Vibrations

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Ausschreibung unter den Mitgliedern des BBK Heidelberg (ehemals Künstlergruppe 79 e.V.). Sie waren aufgerufen das Thema Heidelberg jenseits der üblichen Klischees wie Romantik, Architektur, Komplex Schloss, Tourismus, Historie, Literatur, etc. auszudrücken, zu bearbeiten.
Die Ausstellung stellt Ausdrücke, Aussagen dar, des individuellen Empfindens, des Erlebens, der Sehweise über – oder in dieser Stadt, in diesem Gemeinwesen, in dieser Topologie, an diesem geographischen Platz, in dieser Lebenszeit kurz gesagt – Empfindungen, Haltungen, Neigungen und Abneigungen treten in Erscheinung.
Special – Lesezeichen
Künstlerinnen und Künstler des Heidelberger Forums für Kunst nehmen das zehnjährige Jubiläum Heidelbergs als UNESCO Literaturstadt zum Anlass, individuelle Lesezeichen zu gestalten. 
Diese praktischen Unikate werden präsentiert und zum Kauf angeboten.

Beteiligte Künter
Günter Braun, Walter Ebert , Franz Geider, Aurel Greising , Katja Hess , DIK Jüngling , Thomas Köhler Paul * M. Kaestner , Jörg Kraus, Philine Maurus, Ada Mee, Klaus Meyer, Ellis Neu, Ron Otter, Hildegard Peez, Manfred Riederer, Werner Schaub, Britta Schaefer

Heiliggeiststr. 21, 69117 Heidelberg

Di – So 14-18 Uhr

Galerie Marianne Heller​

Kunst aus Prag I

09.06.2024 (Eröffnung 11:30-18 Uhr) – 28.07.2024

Tschechische Keramik ist anders. In Ausbrüchen von Fantasie gehen Künstler über die Gefäß-Tradition hinaus, schaffen Skulpturen und fast schon Geschichten aus dem Material Ton. Die Galerie Heller startet mit der Reihe „KUNST AUS PRAG I“ einen weiteren Blick auf die Prager Szene mit Eva Slavikovás abstrakten Formen, Elzbieta Grosseovás skurril-organoiden Kreationen und Jiri Lastovickas Figurenszenen aus Porzellan. Sie alle gehören zwar seit Jahren zum Programm, sind aber nie stehen geblieben. Ja, und Gefäße gibt es auch. Manchmal.

(Christel Heybrock)

Freiedrich-Ebert-Anlage 2, 69117 Heidelberg

Di – Fr 11-13 und 14:30 – 18 Uhr, Sa 11-16 Uhr