02.03.2025 – 23.11.2025
Der Tod Friedrich Eberts am 28. Februar 1925 markierte einen tiefen Einschnitt in der Geschichte Deutschlands. Als unermüdlicher Verteidiger der jungen Republik hinterließ er ein stabiles Land mit einer vielversprechenden Zukunft. Eberts plötzlicher Tod beendete viele Hoffnungen, doch sein Wirken stellte auch die Weichen für die Entwicklung der deutschen Demokratie – bis heute. Die große Sonderausstellung Eberts Erbe. Eine Demokratie mit Perspektiven beleuchtet Eberts politisches Vermächtnis und die Perspektiven für die Weimarer Republik, wie sie sich im Jahr 1925 darstellten. Es geht um die Folgen seines Todes, die Neuorientierung der SPD, die Konferenz von Locarno, die folgenreiche Wahl Hindenburgs, die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen sowie die kulturelle Blüte Weimars.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Ein umfangreiches Begleitprogramm lädt zur Auseinandersetzung mit Eberts Erbe ein, das 100 Jahre nach seinem Tod nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Alle Infos dazu erhalten Sie online und regelmäßig in diesem Newsletter.
Pfaffengasse 18, 69117 Heidelberg
April bis Oktober
November bis März
01.08.2025 – 30.10.2025
Als Vignali, Bauer in den Hügeln des Apennin, alt und krank geworden, gefesselt an sein Haus, nicht mehr mit Bäumen, Sträuchern, Weinstöcken auf seinen Feldern arbeiten konnte, fiel sein Blick auf einen Holzklotz vor seinen Füßen. Er meinte ein Gesicht darin zu sehen. Mit dem Messer legte er Augen, Nase, Mund frei, Kinn und Stirn, und daraus wurde ein Kopf. Er schälte weitere Köpfe aus weiterem Holz der frisch gefällten Ulme heraus, und schließlich malte er die Köpfe, – bald auch Bäume, Blüten, Vögel, Schlangen, Felder, sein Haus, sich selbst. Dabei vergaß er die Schmerzen und die Trauer über seine nachlassenden körperliche Kräfte. Wenn er malte, stand er wieder fest auf dem Boden seines Lebens.
Die Frauen der Maisin an der Südostküste von Papua-Neuguinea waren immer gut aufgehoben in den Gebräuchen, die sie von ihren Müttern kennen. Auf Rindenbast vom Wuwusi-Baum schlagen sie so lange ein, bis er nach und nach seine Fläche ausdehnt und fast so geschmeidig wird wie ein Stoff. Mit Farben, die sie aus Erden, Wurzeln, Blättern rühren und kochen, schaffen sie mit schwarzen Linien und roten Flächen Figurationen, die wir als Muster, als Ornament betrachten mögen, die für sie Zeichen sind von Herkunft, Dasein, Geisterwelt.
Dr. Alban Ada von Stockhausen, der im Heidelberger Völkerkundemuseum solche Tapa genannten Kunstwerke hütet, wird zur Vernissage darüber sprechen. Genauso wie über die Panggal der Männer der Kwoma, die in den Washkukbergen am Oberlauf des Sepik im Regenwald von Papua-Neuguinea Blattscheiden von Sagopalmen bemalen, die sie in ihre Männerhäuser stellen.
In Büchern lesen wir, dass das Urbild des Baumes in der Mitte des Kosmos steht und Himmel und Erde verbindet.
Weder Vignali, noch die Maisin, noch die Kwoma lesen und schreiben, ihre Bildwerke aber, zeitlos, alt wie neu, beeindrucken uns, haben magische Kraft.
Wieder durften wir Schätze aus dem Nachlass von Dr. Volker Schneider zu Tage fördern und danken Dorit Schneider für ihr Entgegenkommen und ihre unermüdliche Hilfe dabei.
Haspelgasse 12, 69117 Heidelberg
19.09.2025 (Eröffnung 20 Uhr) – 12.10.2025
Wie Paul Klee es formuliert hat, gibt die Kunst nicht das Sichtbare wieder, sondern macht es sichtbar. Sie soll aufzeigen, dass hinter jeder vermeintlich realen Welt eine weitere existiert, die durch den Künstler erst entschlüsselt wird. Dies gilt sowohl für die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnisse wie auch für Gedanken und Gefühle, die von den Menschen oft verkannt und verdrängt werden und deren reale Natur und Komplexität durch den Künstler in seiner Arbeit aufgedeckt und visualisiert werden sollen. Der Künstler soll das Vorgefundene und Sichtbare also nicht nur mit großer Realitätsnähe reproduzieren, sondern es interpretieren und verständlich machen. Dies ist auch die Devise der Künstler, die sich mit Bildern, Collagen und Installationen diesem Thema nähern wollen.
Heiliggeiststr. 21, 69117 Heidelberg
Di – So 14-18 Uhr
27.09.2025 (Eröffnung 19-21 Uhr) – 26.10.2025
Schon seit den 1980er Jahre beschäftigt sich Anne Sommer-Meyer neben Ihren konzeptionellen und installativen Werken immer wieder auch mit Malerei und Zeichnung. Es entstand ein umfangreiches abstrahierendes Werk, meist in Werkgruppen angeordnet.
Gemalte und nicht gemalte Bilder, unkonventionelle Farbaufträge, Absicht und Zufall, Farbklänge, auch farbiges Rauschen, oft als Experiment. Die Natur als Thema: Landschaften und Horizonte, Zwiebeln und Rote Beete, Fresh Water, ideale Landschaften. Staubige Träume in Tusche gehaucht, Gräser im Wind, Unterwassergärten. Stehendes Gewässer wird in einer aktuellen Werkserie zum geheimnisvollen Schauplatz, wie wir ihn aus englischen Serien kennen oder von Gemälden wie Ophelia zu Shakespeare’s Hamlet. Der Mensch ist in den Bildern abwesend, nur als Betrachter zugelassen.
Das Draußen, das uns Anne Sommer-Meyer zeigt, ist erlebt, subjektiv interpretiert und auch durch sehr genaue Beobachtung entstanden. Am Ende führen ihre Bilder in eine poetische, verzauberte Umgebung, eine Welt imaginierter Natur. Wenn Anne Sommer-Meyer sich auf die Suche nach der Blauen Blume macht, dem romantischen Symbol, dann findet sie nicht selten etwas Zartes, Sehnsuchtsvolles, hier wird das Organische in Worte gefasst – Tusche auf Papier.
In Anne Sommer-Meyers Gemälde kann man, wenn man möchte, hineintauchen wie in ein Wasser, darauf barfuß laufen wie auf Moos oder gemähtes Gras riechen. Gleich wie, es ist immer etwas sehr Angenehmes.
Häusserstr. 25, 69115 Heidelberg
Do + Fr 15–18 Uhr, Sa + So 12–16 Uhr oder 0172 – 615 84 97
14.09.2025 (Eröffnung 11:30 Uhr) – 16.11.2025
Die Ausstellung „Winners“ in der Galerie Marianne Heller versammelt Arbeiten von 14 Künstler:innen, die durch ihre außergewöhnliche Qualität und Gestaltungskraft internationale Anerkennung gefunden haben.
Immer wieder erlebt die angewandte Kunst Phasen besonderer Aufmerksamkeit – in Bewegungen wie der Arts and Crafts-Bewegung oder dem Bauhaus wurde es zum Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen.
Gezeigt werden Werke aus Keramik, Holz, Glas und Schmuck – Ausdruck einer lebendigen, vielfältigen Gestaltungskultur, in der Material, Form und künstlerische Haltung zusammenwirken.
Die Ausstellung versteht sich als Teil des Programms zur Bewerbung der Stadt Heidelberg als Europäische Kulturhauptstadt.
Einführung: Wolfgang Lösche,
Handwerkskammer für München und Oberbayern
Finissage: Sonntag, 16. November 2025, 11 – 18 Uhr
Das Copyright für die Fotos liegt bei den Künstler*in.
Bildunterschriften:
(1) Ken Eastman (Keramik)
(2) Vladimira Klumpar (Glas)
(3) Ernst Gamperl (Holz)
(4) Helen Britton (Schmuck)
Freiedrich-Ebert-Anlage 2, 69117 Heidelberg
Di – Fr 11-13 und 14:30 – 18 Uhr, Sa 11-16 Uhr
18.05.2025 – 28.09.2025
Ist das „verrückt“? Oder doch „normal“? Die Geschichte der Psychiatrie war lange geprägt von dieser Differenz. Doch seit dem Zweiten Weltkrieg löst sich der Unterschied zunehmend auf. Einerseits gewinnt das „Verrückte“ mit der Öffnung der psychiatrischen Anstalten und der Integration der Insassen in die Gesellschaft eine alltägliche Normalität; andererseits werden Verhaltens- und Reaktionsweisen wie Rausch, Stress oder Aufmerksamkeitsdefizit pathologisiert und Gegenstand psychiatrischer Interventionen. Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsgruppe, in der (Medizin-) Historiker mit Kunst- und Literaturwissenschaftlern mehrerer Universitäten, darunter auch der Universität Heidelberg, seit 2021 zusammenarbeiten, untersuchte dieses Phänomen. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Ergebnisse der Forschungsgruppe, indem sie neun exemplarische Objekte vorstellt – von einer Zeichnung des Gugginger Künstlers „Max“ bis zu einem Spritzenautomaten, von einem Pelzmantel bis zu einem Talking Stick.
Voßstr. 2, 69115 Heidelberg
Di – So 11 – 17 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr, Mo geschlossen
28.09.2025 – 18.01.2026
Lotte Hofmann (LoHo), eine bedeutende baden-württembergische Kunsthandwerkerin und Textilkünstlerin, ist heute in Vergessenheit geraten, ganz zu Unrecht: Wurde sie doch mit mehreren Auszeichnungen geehrt, u.a. mit der Goldmedaille auf der Mailänder Triennale 1954 und einer Ehrenurkunde auf der Weltausstellung in Brüssel 1958. Ohne ihr Engagement gäbe es den heutigen Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg nicht, den sie 1947 mitbegründete. Ihr ist außerdem eine Stiftung zu verdanken, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Textilkunst in Deutschland zu fördern und die wichtigsten Vertreterinnen und Vertreter dieser Kunstform auszuzeichnen. Die Bestände namhafter Museen Deutschlands verweisen auf Lotte Hofmanns wichtige Werke, sind aber wie auch ihre Bühnenvorhänge für die Liederhalle Stuttgart und andere Orte der Öffentlichkeit nicht bekannt. Dies zu ändern ist Ziel der Retrospektive in der Textilsammlung Max Berk, die von der Baden-Württemberg-Stiftung gefördert und von der Textildesignerin und Kulturakteurin Nanna Aspholm-Flik M.A. und der Museumskuratorin Dr. Kristine Scherer federführend konzipiert wird. Die meisten Exponate stammen aus Privatbesitz, der durch intensive Nachforschungen erschlossen wurde. So stammt ein Koffer mit Entwürfen aus dem Besitz eines Neffen zweiten Grades von LoHo, dem international agierenden Theaterkünstler Frank Soehnle. Er war schon als Kind künstlerisch begabt und durfte daher aus Lotte Hofmanns Vorrat schöpfen. Weitere wichtige Leihgaben kommen aus dem Familien- und Bekanntenkreis sowie dem Ort Oberrot-Hausen, dem Ort, an dem Lotte Hofmann wirkte.
All diese Exponate zeichnen das Bild einer fortschrittlichen, emanzipierten Künstlerin und Geschäftsfrau, deren Werk und Leben es wert sind, wieder mehr ins Bewusstsein gerückt zu werden. Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm vor Ort sowie in den Volkshochschulen in Aalen und Murrhardt trägt dazu bei, das Gedenken an die (fast) vergessene regionale Textilkünstlerin Lotte Hofmann lebendig zu halten.
Brahmsstr. 8, 69118 Heidelberg-Ziegelhausen
Mi, Sa, So 13-18 Uhr
20.07.2025 – 12.10.2025
Im Schlossgarten 1, 69181 Leimen-Gauangelloch
Fr+Sa 14-18 Uhr, Sonn-und Feiertage 12-18 Uhr
09.08.2025 – 13.09.2025,
Die Ankündigung „Hitzefrei“ löste bei uns, als wir noch zur Schule gingen, Jubel und große Freude aus, bedeutete das doch, dass wir den Rest des Tages im Freibad verbringen konnten – wunderbar!
Der Sommer 2024 war der wärmste, seit es Aufzeichnungen gibt. Der Klimawandel lässt die Temperaturen weit über 30 Grad steigen und Regen fällt in manchen Gegenden kaum noch.
„Hitzefrei“, ein Thema, das einerseits die Leichtigkeit des Sommers und andererseits die Problematik des Klimawandels beinhaltet. Acht Künstlerinnen – Ingrid Eckert (AK), Ruth Groß (BK), Nancy Hespeler (BK), Laura Figueiredo-Brandt (BK), Birgit Kunz (BK), Birgit Sommer (BK), Claudia Stamatelatos (BK) und Annette Wöhrl (BK) – setzen sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema Hitze auseinander: Von Sommerleichtigkeit bis Klimakrise.
Römerstrasse 22, 69115 Heidelberg
Do+Fr 16-19 Uhr, Sa 11-14 Uhr
25.10.2025 ( Eröffnung 16-19 Uhr)- 29.11.2025
Im Sommer 2025 fanden wieder einmal die Hochdruck-Kurse im BBK Mannheim unter Leitung von Armin Liebscher statt. Silke Prottung, die mit anderen Künstlern ebenfalls teilnahm, zeigt in Ihrer Werkstatt/Galerie die beeindruckenden Ergebnisse und auch Arbeiten von Armin Liebscher.
Es stellen aus und laden ein:
Birgit Bauer/Mannheim
Sabrina Clauß/Rastatt
Andrea Haurand/Mannheim
Susanne Jonas/Ludwigshafen
Inock Kim-Seifert/Heidelberg
Silke Prottung/Heidelberg
Gaby Rehm/Frankenthal und
Armin Liebscher, unser Dozent vom BBK Mannheim
Untere Neckarstraße 36, 69117 Heidelberg
Mi, Do, Fr 14-18 Uhr, Samstag 8.,15. und 29.11. von 12-17 Uhr
27.09.202 – 12.04.2026
Wir sind ständig und überall von Wellen umgeben, auch wenn wir nur einige von ihnen wahrnehmen können: Wasserwellen, Schallwellen, Erdbebenwellen, Licht. Wellen sind in unserem Leben aber nicht nur allgegenwärtig, sondern werden auch für vielfältige Anwendungen genutzt – sei es in der Medizin, für die Kommunikation, in der Navigation und beim Blick in die Erde oder den Himmel.
Die Ausstellung von focusTerra lädt mit großformatigen, farbenfrohen Illustrationen und vielen Hands-On-Exponaten ein, die Bedeutung, Schönheit und Kraft von Wellen spielerisch mit allen Sinnen zu entdecken. Hören Sie den Wellen zu, spüren Sie ihre Energie und experimentieren Sie mit ihnen.
Sie können hören wie ein Delfin, mit dem digitalen „Wellentisch“ experimentieren und herausfinden, wie sich ganz unterschiedliche Anwendungen die gleichen Welleneigenschaften zunutze machen. So haben die Vermessung der Dicke eines Gletschers und die Ultraschalluntersuchung eines ungeborenen Babys mehr gemeinsam als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Und wie wir mit unseren Ohren ermitteln, woher ein Geräusch kommt, funktioniert ähnlich wie die Standortbestimmung mittels GPS.
Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet mit Führungen, Vorträgen, Exkursionen und Workshops großen und kleinen Besuchern spannende Blicke in unsere Galaxie. Für Gruppen sind zusätzliche Führungen und Workshops buchbar. Die Inhalte der Ausstellung sind in einem Bildband auf Deutsch oder Englisch erhältlich.
Die Wanderausstellung wurde von focusTerra, dem Earth & Science Discovery Center der ETH Zürich konzipiert.
Schloss-Wolfsbrunnenweg 46, 69118 Heidelberg
täglich 10-17 Uhr, außer donnerstags