Russische Seele
4. Philharmonisches Konzert
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>> Stadthalle, Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg (Plan) Eintrittskarte berechtigt zur kostenlosen Nutzung von Bus und Bahn im gesamten VRN Gebiet
23.01.2019 / 20:00 zu iCal hinzufügen

Als »volksfremd und formalistisch" galten viele Kompositionen von Dmitri Schostakowitsch unter der Kulturbürokratie Josef Stalins. Nach Stalins Tod 1953 setzte dann endlich die »Tauwetterperiode" ein – und das »1. Cellokonzert" gilt als Teil der musikalischen Abrechnung des Komponisten mit Josef Stalin. Im Jahr 1959 komponiert, wagt Schostakowitsch hier wieder einige formale und harmonische Experimente – wobei er teilweise auf seine »modernistische Phase" in den 1930er-Jahren zurückgreift: Musik, die Stalin verdammte.
Deprimiert ist Sergei Rachmaninow nach dem Fiasko seiner »1. Symphonie" – an schöpferische Tätigkeit ist nicht zu denken. Erst Hypnosen und eine psychotherapeutische Therapie bringen Besserung. Dann kommt der internationale Erfolg des »2. Klavierkonzerts" – und der Knoten platzt. Auch die »2. Symphonie" von 1908 wird stürmisch gefeiert.
Lera Auerbachs »Icarus" aus dem Jahr 2006 fordert eine große Orchesterbesetzung – und ein Theremin. Die Theremin-Virtuosin Carolina Eyck spielt das 1919 erfundene Instrument. Mit Handbewegungen aber ohne direkte Berührung werden in einem elektromagnetischen Feld schlanke, sinusartige Töne erzeugt.